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Filmreihe der Geschichtswerkstatt Jena e.V. PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Daniel Krischker   
Dienstag, 2. März 2010

Einladung zur Veranstaltungsreihe
Dokumentarfilme über die DDR
Die Autoren der Dokumentarfilme werden dem Publikum zum Gespräch zur Verfügung stehen.

Fünfter Termin: Mittwoch, 08. September 2010
Ort: Schillerhof-Kino Jena-Ost, Helmboldstraße 1, 07749 Jena
Tel.: 0 36 41 / 44 39 12
Zeit: 19.00 Uhr
Eintritt: frei


  Mit dem Gesicht zur Wand.

(85 min., 1992), Dokumentarfilm von Stefan Weinert
Fünf Menschen, die versucht haben, aus der DDR zu fliehen, erzählen von ihren Beweggründen, ihrem Fluchtversuch, der Inhaftierung, den Haftbedingungen und dem Leben danach. Fünf Stimmen von 72.000, die als sogenannte Republikflüchtlinge einen Teil ihres Lebens in Stasi-Haft verbringen mussten und z. T. bis heute damit beschäftigt sind, dieses Trauma zu verarbeiten. Wie geht man um mit dieser persönlichen Geschichte? Nicht wenige verdrängen das, schweigen, laufen davon. Vertrauen zu anderen Menschen zu entwickeln fällt schwer. Therapien werden begonnen, man beginnt, seine Geschichte zu erzählen, Forderungen zu entwickeln. Dieser Film schafft es durch seine konkrete Anteilnahme und seine intensive Aufmerksamkeit, dass fünf verdrängte persönliche Geschichten erzählt werden. Und ist damit selbst ein wichtiges Mittel gegen die Verdrängung und das Vergessen. Gesicht zur Wand ist ein sehr persönliches Portrait über fünf durch die Stasihaft traumatisierten Menschen. Die sehr unterschiedlichen „Leute von nebenan“, wurden wegen Republikflucht durch die damalige Staatssicherheit der DDR als Staatsfeinde verurteilt. „Fünf Opfer der Stasi – alles Menschen, die es in der DDR nicht mehr ausgehalten haben und flüchten wollten – schildern ihre Biographie. Was passiert in ihrem Alltag, dass sie es nicht mehr aushalten? Was widerfährt ihnen in der Haft, als sie in den Fängen der Stasi sind? `Sie sind verschwunden – niemand weiß, wo sie sind!´ wird einem der Häftlinge die Aussichtslosigkeit seiner Lage eingetrichtert. Wie funktioniert die Zersetzung? Wie manipuliert die Stasi die soziale Umgebung der Inhaftierten während der U-Haft? Und wie weit reicht ihr Arm nach der Haft? ´Wir finden Sie überall!´ (Marianne Birthler,Bundesbeauftragte)

Mit dem Film "Mit dem Gesicht zur Wand" findet die Reihe "Dokumentarfilme über die DDR" der Geschichtswerkstatt Jena ihre Fortsetzung. Wie gewohnt stehen die Autoren des Films zum Gespräch bereit. Die Vorstellung findet am 8. September um 19:00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.


Ausführliche Beschreibungen zu allen Terminen und Dokumentarfilmen auf der Internetseite der Geschichtswerkstatt Jena www.geschichtswerkstatt-jena.de
Dr. Henning Pietzsch
Projektleiter Geschichtswerkstatt Jena

 

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 18. August 2010 )
 
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Im Programm

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Newsflash

Mit dem Gesicht zur Wand

08.09.2010

19:00 Uhr

in Anwesenheit des Regisseurs

 

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